Wednesday, 29. april 2009 3 29 /04 /Apr. /2009 18:42
Ich weiß, ich weiß :). 
Die Medien überschlagen sich, laut der Bildzeitung läuft gerade die halbe Welt mit einer Atemmaske herum und wenn man es wagt in der Öffentlichkeit zu niesen wird man von allen Seiten leicht schockiert angestarrt. Und als ob das alles nicht genug wäre fange ich jetzt auch noch damit an. Doch ich habe das Gefühl, dass das Thema "Schweinegrippe" sich schon so sehr in unserm Unterbewusstsein manifestiert hat, das unser Hirn es in jeder Minute, die wir mal nicht mit Denken verbringen wieder neu ausgräbt. Okay, dass ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber so gesehen hätte die Bildzeitung (oh Wunder!) sogar recht, denn: Wir sind alle infiziert. Es ist ein sehr tückischer Virus, an dem die Menschheit z.Z. leidet. Übertragen wird jener durch Skandalhascherrei und übermotivierte Fernbedienungstastaturen. Er nennt sich: Angst. Und bei einigen Menschen ist dieser Erreger mutiert, nämlich zur Panik. Ich möchte betonen, dass ich keinesfalls die Gefahr die von der Schweinegrippe ausgeht unterschlage oder verleugne, dass ist nicht meine Absicht. Aber ich halte es dennoch für extrem übertrieben, gleich hysterisch in nächste Apotheke zu stürmen und sich mit Medikamenen einzudecken und Abends bebend auf dem Sofa zu sitzen wenn die Signalmelodie der Nachrichten erscheint- oder gar um jedem Menschen, der mexikanisch aussieht einen großen Bogen zu machen. Ich meine, natürlich sollte man soetwas nie unterschätzen, aber bei solch völlig übertriebenen Reaktionen frag ich mich dann doch, ob diese Leute vielleicht noch was anderes in ihrem Leben zu tun haben, außer sich über eine mögliche Pandemie den Mund fusselig zu reden. Ich denke, dass eben auch speziell solche Menschen soetwas gerne nutzen, um ihrem Leben das Alltagsgrau auszutreiben; und wenn man immer und überall darüber redet, dann schaukelt sich das eben ziemlich schnell hoch und- tja, dann haben wir den Salat.

So, deshalb  hör' ich selber auch ganz schnell auf damit, denn jetzt möchte ich zu einem für mich persönlich etwas aufregenderem Thema kommen: Beltaine! Morgen Abend ist es soweit. Leider muss ich gestehen, dass ich immer noch keine Ahnung habe, was ich morgen mache... kein Essen, keine Deko, kein Ritual... Mir fällt einfach nichts ein! Ich hatte überlegt auf einen Mittelaltermarkt zu gehen, dort wird ein Feuer entzündet, es wird gesungen und getanzt und das alles vor der mittelalterlichen Burgkulisse... aber meine Eltern meinten, dass ich mich wegen der Schweinegrippe momentan lieber von solchen Massenveranstaltungen fernhalten solle- zum kotzen ist das! Nunja, also wird dies vermutlich auch wieder ein Fest versteckt hinter Backsteinmauern- ohne Feuer, ohne Tanzen, ohne andere Gesichter. Natürlich, im Ritual werde ich nicht alleine sein... aber ein wenig Gesellschaft währ' schon nicht verkehrt.

Ok, zum Schluss, bevor ich jetzt in die unermesslichen Weiten des Selbstmitleids versinke, möchte ich hier noch einen Link von einer ganz wunderbaren Seite reinstellen:

http://www.wurzelfrau.de/    

Tolle Seite, tolle Frau, super Projekte :).

Wer immer das liest, dem wünsche ich, wenn er/ sie's feiert ein tolles Beltaine! 
von Lin
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Monday, 27. april 2009 1 27 /04 /Apr. /2009 08:53

Wer bin ich nun, die Schreiberin dieses Blogs?
Nun, dass kann ich wirklich schwer beschreiben. Mir fällt es nicht besonders Leicht mit einer Handvoll Worten eine ganze Persönlichkeit (und wenn es nur meine eigene ist) niederzulegen. Doch ich vermute, das dieses Manko damit zusammenhängt, dass ich selber (mit fast 17) auch noch nicht genau weiß, wer ich bin...
Zur Zeit kann ich sagen, dass ich ein Mensch im immer währenden Wandel bin, der versucht, aus seiner Eindimensionalität herauszukommen, der gerade dabei ist, seine Facetten zu entdecken. Ich liebe Individualität und die Vielschichtigen Persönlichkeiten anderer Menschen. Ich liebe die Buntheit des Lebens, die unterschiedlichen Kulturen und Völker auf diesem Planeten. Meine Kleidung ist dementsprechend sehr charakterbezogen, ich betrachte sie gewissermaßen als Medium, welches mein Inneres nach außen kehrt und mein Ich somit in die Welt hinausträgt, ich bin ein offenes Buch, in dem die Menschen gerne blättern dürfen, denn es gibt meiner Meinung nach nicht interessanteres als die Persönlichkeiten jedes Einzelnen.
Auch ist meine Kleidung/ offen gelebte Individualität ein Mittel, um mich von der "Masse" abzuschotten. Ich finde es grausam, wie einige Menschen ihre Persönlichkeit verstümmeln, jede Ecke und Kante glätten um sich als vollwertiges Mitglied der Menschheit fühlen zu können... Trotz alledem möchte ich aber betonen, dass ich kein exzentrisches Wesen bin, eher im Gegenteil. Die meisten Leute beschreiben mich als eher ruhigen, etwas verträumten Menschen. Ich konzentriere mich nicht darauf, andere Leute unbedingt auf mich aufmerksam zu machen, sondern vielmehr darauf, ich selbst zu sein.

Ein anderer, wichtiger Punkt ist Kreativität. Ich liebe kreative Arbeiten jeglicher Art, wobei meine hauptsächlich aus schreiben und Musik besteht. Ich "arbeite" sehr viel und gerne mit Klängen, sowohl bei Musik, als auch beim Schreiben. Ich habe (leider) erst vor kurzer Zeit entdeckt, wie melodiös Wörter wirklich sein können und bemühe mich nun, das in mein Schreiben zu integrieren, naja... eigentlich macht die Melodie der Worte mein ganzes Schreiben aus, wenn ich's mir genau überlege.

Nun, soviel zu mir, ich hoffe, man konnte dem Einiges  abgewinnen :)

von Lin - veröffentlicht in: Wer ich bin
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